UMZUG ABGESCHLOSSEN – ZEIT FÜR EIN DANKESCHÖN!
So ihr Lieben, jetzt wird es mächtig emotional: Heute um 13:45h hinterließ die Milchglasfolie am Schaufenster der Admiralstraße 123 die letzten Spuren des Ateliers im Staub und Dreck der Straße. Im Laden selbst streicht die Nachmieterin die Wände weiß, während aus den Lautsprechern ein französischer Chanson erklingt, gefolgt von einigen Jazz- und Swingstücken. Ich nehme die goldene Laterne ab, Räume die letzten Sachen zusammen und um 14:00 Uhr war der Laden dann an die Nachmieterin übergeben. Ich klappere die Läden nebenan und gegenüber ab, verabschiede mich, wünsche viel Glück für die Zukunft und steige ins Auto. Auch dort säuselt Musik aus den Lautsprechern: Eine ganz besondere Version von „This is your Song“. Und dann schießen mir die Tränen in die Augen. Es ist geschafft: Der Umzug ist abgeschlossen!

Von nun an arbeite ich in der Use Akschen 91!

Ich möchte ehrlich sein: Die letzten zwei Monate waren für mich die härtesten, anstrengendsten und lehrreichsten Monate meines Lebens. Ein Unternehmen zu führen ist die eine Sache. Es gleichzeitig zu vergrößern, die Andere. Meine Planungen waren weitreichend und viele Änderungen standen mit dem Umzug an. Weg vom konservativen Ladengeschäft hin zum echten Atelier. Zu einem Erlebnis. Etwas vollkommen neues. Und was soll ich sagen: Wir haben es geschafft! Zwar ist noch nicht alles fertig… Doch die kommenden zwei Wochen werden nun weitaus entspannter ablaufen als alles, was ich zuletzt erlebt habe.

Zeitweise hing der Umzug in der Schwebe, weil Rohre undicht waren und die Statik mancher Wände ausgebessert werden musste. Vom finanziellen Aspekt ganz zu schweigen. Mein Konzept sah eine Art Kuriositätenkabinett vor, ein schwarzer Raum voller wundersamer Gegenstände, eine Zirkusmanege für allerhand Schabernack, ein kleines Theater mitten im Hafen. Ich ging auf die Jagd, organisierte gigantische Leuchter, stilechte Sofas und allerhand sonderbarer Gegenstände vom Fischpräparat bis zur Holzhand.

Zeitweise hatte ich Angst, einen großen Fehler zu machen. Schließlich kann keiner so genau wissen, ob ein Geschäft weiterhin so gut funktioniert wie bisher – gerade bei einem Standortwechsel. Ich hatte Angst, dass der Raum der Falsche ist. Ich hatte Angst, dass der Raum nicht wirkt, wenn die Wände geschwärzt sind. Zeitweise mochte ich am nächsten Tag nicht mehr aufstehen, weil der Druck so groß war. Wie schon beschrieben: All das organisieren der Einrichtung, das Streichen, das Koordinieren der Handwerker und Elektriker lief NEBENHER. Also neben dem normalen Betrieb. Neben Hochzeitsreportagen, Portraitaufnahmen, neben Aktfotografien und Stunden von Bildbearbeitung, neben der Korrespondenz und den Steuerunterlagen… Das habe ich eindeutig unterschätzt!

Umso dankbarer bin ich, dass im Zuge der Stellenausschreibung eine junge bezaubernde Dame die Schwelle der Use Akschen 91 übertrat und sich zum Vorstellungsgespräch vorstellte. Ihr Name: Melinda. Und gegenüber vielen anderen Bewerbern ist Melinda das, was man eine „Charakterfigur“ nennt. Eine kreative, intelligente, charmante, lockere und im höchsten Maße durchgeknallte Frau. Bezaubernd ist dieses künstlerische Wesen, welches ihr in Eurem nächsten Shooting sicherlich noch kennenlernen werdet. Melinda als erste offizielle Mitarbeiterin ist ein Segen! Momentan hilft sie mir in Sachen Bildbearbeitung und wird nun nach und nach weitere Aufgabenbereiche auskundschaften und für sich entdecken.

Während in den ersten Zügen des Umzuges die göttliche Schulpraktikantin Nadja Burgdorf großartige Hilfe leistete, war Nick Kleemann in der finalen Phase nicht nur eine physische sondern auch ein psychische Stütze. Selten habe ich jemanden erlebt, der sich so gekonnt ins Team einbringen konnte und stets lern- und hilfsbereit war – auch über die fotografischen Arbeiten hinaus. Melinda und Nick gilt daher auch der größte Dank: Ihr habt mich die letzten Wochen ausgehalten, auch wenn ich sehr gestresst und gerne Mal planlos war („Das große Schlüsselproblem“). Ihr habt mit angepackt, aufgebaut und Euch kreativ eingebracht. Und ich habe gerade dicke Kullertränen in den Augen, weil ich die letzten finalen Tage mit Euch in sehr guter Erinnerung habe. Kalte Tage im Atelier, das Shooting mit Max am unterkühlten Steinhuder Meer… Es war wunderbar!

Gleicher Danke gilt natürlich auch meiner geliebte Familie: Frau Mama, Herr Papa und das wunderbare Bruderherz. Ihr habt mich ständig beraten und Euer offenes Ohr war mein wichtigstes Ventil. Wie ein Orakel konntet ihr mir alle Fragen beantworten, Zweifel bekämpfen und vorausschauend erkennen, was mich erwartet. Ihr seid durch die „Bank“ weg ganz ganz ganz große Klasse und ich habe Euch ganz ganz ganz doll lieb!

Wo wir gerade bei „Liebe“ sind: Mein Freund und ich werden in diesem Jahr heiraten. Und warum wir das tun, konnte man die letzten Wochen gut erkennen: Jeden, aber wirklich JEDEN Abend konnte ich mit Dir, lieber Timo, über ALLES reden. Und Du hast mich jeden Abend nach allen Regeln der Kunst aufgebaut, aufgeheitert, beglückwünscht, geherzt und geküsst, hast in der Küche die wunderbarsten Gerichte gezaubert, Dich um den Haushalt gekümmert und… Ich hätte diese Zeit ohne Dich nicht durchgestanden. Gerade, als meine Energie nicht mehr vorhanden war… Ich hätte mit niemanden so offen darüber reden können wie mit Dir und keiner hätte mir genau das geben können, was Du mir gegeben hast.

Nicht zu vergessen sind all die fleißigen Hände und mitdenkenden Köpfe. Und natürlich ihr, geschätzte Kunden, denn ohne Euer Vertrauen in unser Unternehmen würden wir uns nicht so rasch und gut entwickeln können und ohne Eure Empfehlungen hätten wir den ein oder anderen Auftrag weniger. Also, das Schild an meinem alten Schaufenster gilt Euch allen: Danke! Danke! Danke!

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