Nähe der Ferne // Hinter den Kulissen vom Shooting mit Cornelius

Cornelius liebt die Ferne. Sie verklärt ihm die Heimat, ordnet Erfahrung ein und fokussiert das, was einem besonders am Herzen liegt. Die Ferne macht die Nähe fühlbar. Diese Erkenntnis aus unserer ersten Unterhaltung bildete die Grundlage für „Nähe der Ferne“, welches wir gestern vor den Toren der Dauerausstellung in der Basilika im Bremen Viertel vollbracht haben. Um die passenden Materialien und Texturen zu finden, bat ich Cornelius, mir von seinen drei schönsten Momenten der bisherigen Reisen zu erzählen. Einer dieser Momente war die Fahrt auf einem LKW in Kolumbien. Der Wind, die Geräusche, die Gerüche… Alles schien intensiv und präsent vor unseren Augen aufzuerstehen und inspirierte mich, eine Geschichte um dieses Erlebnis aufzubauen.

Cornelius fuhr einst als blinder Passagier auf der Ladefläche eines Trucks durch Kolumbien. Mit geschlossenen Augen träumte er von der Nähe, die ihm die Ferne intensivieren sollte – irgendwo zwischen Tabak, Rost und der untergehenden Abendsonne war er der Intimität nie so nah, wie in diesem Augenblick.

Nach unserem Shooting mit Szymon Stefanowicz und Stefan Harms ist dieses Bild das dritte in der Serie der „Avantgarde Noire“ und gleichsam das erste Bild dieser Reihe, indem eine Person gänzlich unbekleidet zu sehen ist. Für mich ist dieser Ansatz sehr wichtig für kommende Projekte. Ich fühle mich Bild für Bild näher an der morbiden Schönheit, die eine Verletzlichkeit ebenso zeigt wie auch versteckt, welche die Empathie des Betrachters zu wecken vermag, Menschlichkeit weckt und einfühlsam ist.

Vielen Dank an die Bremer Tabakbörse für die fachkundige Erklärung zu den bereitgestellten Tabakblättern. Eine sinnliche und schöne Erfahrung!

Vielen Dank. Es war mir ein Fest!

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