GEGENREDE // NÄHE IN DER FERNE
Text: Phil Porter // Fotos: Nele Meyer

Wo wir uns hingebungsvoll anvertrauen, wird die Weite und die damit einhergehende Grenzenlosigkeit und Freiheit zu Nähe und Intimität.

Die Exotik einer fremden Stadt liegt in einigen besonderen Augenblicken, welche wir versuchen zu unseren persönlichen werden zu lassen.

Ein Lichtreflex im Fenster bei der Ankunft am Flughafen kann das sein, die schwüle Abendluft einer verheißungsvollen Nacht, der stolze Gang der Flugbegleiterin über die weite Strecke des Rollfeldes… sie alle sind nur als Momentum erfahrbar und werden schon in ihrer Verwirklichung persönlich und intim.

Zu ihnen gelockt hat uns ihre Vorstellung, eine geheimnisvolle Fantasie von Ferne, die erst dann ihren Schleier lüftete, als wir ihr vertrauensvoll die Hand reichten, um mit uns Geschichte zu werden.

Haben wir dieser Fantasie einmal nur in die Augen geschaut, ihren Nacken mit der Nasenspitze bereist, ihre Hand ergriffen und ihr Parfüm aufgesogen, werden wir nie wieder ein Wort über das verlieren, was sie uns versprach. Wir werden uns erinnern an den Moment, wo sie uns diesen ersten, aufregenden Kuss schenkte, um zu unserer Wirklichkeit zu werden.

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