Shooting mit Arndt: Vor der Weltreise eine Weltreise.

Als ich meine erste Digitalkamera bekam suchte ich nach verlassenen Gebäuden, Schrottplätzen und heruntergekommenen Industrieanlagen. Die Kamera diente mir mehr oder weniger als Begründung dort nach Motiven zu suchen, wo man als Junge nichts verloren hat – zumindest wenn es nach den Schildern gehen sollte, die eben genau jenen Zutritt Unbefugten untersagten. Ich war befugt, sah mich als Entdecker, Forscher und Chronist. Das ist über zehn Jahre her. Und hat mir bei diesem Auftrag sehr geholfen.

Vor wenigen Tagen kam Arndt zu mir und begab sich mit mir auf die Suche nach der passenden Geschichte zu seinem Fotoshooting. Arndt wird in wenigen Wochen einen langgehegten Traum erfüllen und eine Reise um die Welt starten. Zusammen mit seinem Kumpel geht es auf ihren Motorrädern um den Globus – weshalb wir auf jeden Fall ein weiteres Fotoshooting mit der Maschine starten werden. Vorerst aber sollte es rein um seine Person gehen – die Fotos sind Andenken für seine Liebsten in der Zeit, wo er nicht erreichbar sein wird.

Wir begaben also imaginär auf die Suche nach einer geeigneten Location. Sein Wesen in Materialien und Farben zu fassen. In meinem Kopf hatte ich den der Zukunft aufrichtig und mutig entgegengehenden Mann, der Sand unter seinen Schuhsolen hat, einer, der betritt, der tief einatmet und die Umgebung auf sich und für sich wirken lässt. Natürlich und rau, Erde und Wasser, Holz und Stein.

Als Location einigten wir uns auf Bremen Burg. In meinem Kopf war ich wieder der kleine Junge mit seiner neuen Kamera. Und plötzlich sah ich mich in ihm vor mir als ich. Nunmehr reifer, klarer und stolzer. Vielen Dank für die vielen schönen Momente, Arndt!

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