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Profilbilder zufällig ausgewählter Phil Porter Fans. Hier geht’s zur offiziellen Facebookseite.

AUS DEM AUGENWINKEL
In der Blogserie “Aus dem Augenwinkel” präsentieren ausgewählte Kreative und Freigeister neue Perspektiven auf die Themen Fotografie, Kunst, Kommerz und Kreativität. Kritisch, meinungsstark und informativ zeigen die Autoren starke Kontraste und feine Nuancen spannender Themenwelten auf. Im heutigen Beitrag schreibt Kixka Nebraska aus dem Augenwinkel einer „ProfilAgentin“ über die Wichtigkeit guter Profilbilder in Social Networks.

TIPPS FÜR PROFILBILDER IN SOCIAL NETWORKS
Experimentierfreudig, schüchtern und trotzdem sensationell sendungsbewusst – mit Sicherheit wäre Andy Warhol heute ein Meister darin, Facebook, Twitter und die anderen Social-Media-Kanäle zu bespielen*. Schon 1975 schrieb er:

„Ich glaube an gedämpftes Licht und an Trickspiegel. Jeder hat Anspruch auf das Licht, das er braucht.“

Das gilt für Partys wie in Bars, Restaurants und auf Bühnen genauso wie für Profilbilder. Sie dürfen also manipuliert werden, auch wenn es gerade im amerikanischen Raum offensichtlich einen sehr großen Auslegungsspielraum zu geben scheint, wie weit diese Veränderungen gehen dürfen. Natürlich gibt es Tage, an denen der Blick in den Spiegel offensichtlich nichts mit einem selber zu tun hat, das Resultat der Retusche sollte aber erkennbar immer noch deutliche Ähnlichkeit mit der fotografierten Person haben. Für alle, die nicht als Supermodel arbeiten, ist Ausstrahlung entscheidender als Schönheit, um im Internet Interesse auszulösen!

AUFFALLEN UM JEDEN PREIS?
Bei allen unterschiedlichen Ansprüchen an Profilbilder geht es weder in Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn, noch bei Facebook oder auf Dating-Seiten darum, erkennungsdienstlichen Maßstäben gerecht zu werden. Wer Geschäftskontakte sucht, dem hilft es sicherlich, mit einem erkennbaren Bild auf seiner Profilseite vertreten zu sein. Ganz ohne visuellen Aufhänger werden Profile im seltensten Fall angeklickt und wahrgenommen, da sie als uninteressant und nicht vertrauenswürdig ausgelegt werden. Trotzdem darf und sollte bei der Wahl des Motivs experimentiert werden.

Wer mitspielen will, wird sich in den Netzwerken mit einem Profilbild präsentieren; gewinnen werden diejenigen, deren Fotos positiv auffallen. Dahinter steckt keine Geheimwissenschaft sondern im Prinzip ein Hauch Kreativität und ganz einfache Wahrheiten, die trotzdem häufig nicht bedacht werden. Wer im Internet auf verschiedenen Plattformen unterwegs ist, wird sich zumindest in all den Bereichen, die öffentlich zugänglich sind, auf ein einheitliches Motiv festlegen – das erleichtert vieles. Genau deshalb ist es wichtig, dass dieses Bild gut ausgewählt ist. Dass verwackelte, unscharfe und dunkle Fotos ungeeignet sind, scheint einleuchtend (und sind trotzdem selbst in Businessportalen zu finden). Allzu lebhafte Hintergründe lenken immer vom Portrait ab, gleichgültig, ob es sich um Landschaften, Tapeten, Heizungsrohre oder Abwegigeres handelt. Je neutraler, umso besser kommt das Hauptmotiv zur Geltung. Der richtige Ausschnitt kann in manchen Fällen zu passablen Ergebnissen führen. Auch wichtig: Ein Profilfoto sollte genau eine Person zeigen und nicht zusätzlich den Lebenspartner oder den Nachwuchs abbilden, für solche Details ist (bei Bedarf) immer Platz in den schriftlichen Profilinformationen.

PROFILFOTOS VOM PROFI
In jedem Fall ist es lohnenswert, sich vor der Aufnahme Gedanken über das eigene Styling zu machen und mindestens etwas Zeit (besser: auch Geld für den Profi) dafür zu investieren. Und das nicht nur, weil ein gutes Bild im günstigen Fall ein, zwei Jahre erhalten bleiben soll: Profilbilder werden inzwischen nicht nur in der Hauptansicht wahrgenommen, sondern (viel häufiger!) als verkleinerter Ausschnitt vor allem im Stream der Netzwerkaktivitäten den Freunden, Followern oder Kontakten sichtbar. Jede Äußerung wird mit einem kleinen Quadrat begleitet, auf dem diejenigen ebenfalls wieder zu erkennen sein sollten. In dieser Version spielen die Qualität der Aufnahme und die Kontraste eine sehr viel größere Rolle, damit der Wiedererkennungswert erhalten bleibt. Ambitionierte private Schnappschüsse können geeignet sein, meistens empfiehlt sich der Gang zum Profi, der sich mit allen optischen Fragen und fotografischen Tricks auskennt. Die Reaktionen, die ein gutes Profilbild auslöst, lohnen den Aufwand in jedem Fall.

*In „Die Philosophie des Andy Warhol von A nach B und zurück“. Lady Gaga ist eine seiner erklärten Jüngerinnen, ohne Zweifel eine begnadete Selbstdarstellerin und bespielt bravourös die gesamte Social-Media-Klaviatur.

ÜBER DIE AUTORIN
Als ProfilAgentin analysiert, generiert und optimiert Kixka Nebraska im Netz digitale Profile von der stimmigen E-Mail-Signatur bis zur eigenen Facebook-Seite. Für digitale Einsteiger genauso wie für Multi-Plattform-User. Immer mit freundlich-kritischem Blick vom Profil-Foto bis zum Gesamtauftritt. Das Spiel mit der eigenen Identität gehört dazu, da sie im Auftrag ihrer Kunden häufig undercover unterwegs ist. Mehr unter www.ProfilAgentin.com.

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