Ein Vagabund ist in der Stadt. Nach langen Fußmärschen sucht er etwas Ruhe am Wasser. Leise rauscht das Meer und die Möwen krächzen schrill im Wind. Die Seeluft hinterlässt einen feinen feuchten, salzigen Film auf seiner schmutzigen Haut.
Erschöpft sinniert er über diese Gesellschaft aus Plastik und den von ihr produzierten Müll. Melancholie steigt in ihm auf. Seine Gedanken kommen nicht von ungefähr.
Wenn sich der Vagabund umsieht, dann fällt ihm auf, dass er inmitten von Strandgut sitzt welches überwiegend aus Plastikmüll besteht. Neben ein bisschen Holz, Federn und Muscheln sieht der Vagabund vor allem alte Plastikflaschen, Kanister und Tüten. Zusammen gehalten wird dieses Potpourri aus Müll von alten Fischernetzen die irgendwann einmal gerissen oder unachtsam ins Meer geworfen wurden.
Wirklich stören tut ihn das allerdings nicht weiter. Er hat keine Zeit sich darüber zu ärgern, denn er versucht seinen Hunger mit einem frisch gefangenen Fisch zu unterdrücken, den er sich wohl oder übel mit den Möwen teilen muss. Diese kreisen schon etliche Zeit über ihm, seit sie entdeckt haben, dass er etwas zu Essen für sie in seinen Händen hält.
Der Reisende lässt seinen Blick über die Küste streifen und verliert sich in seinen Gedanken….
Entstanden ist dieses Bild – ihr erahnt es sicher schon – jedoch nicht an der Küste sondern im lebendigen Bremer Viertel. Direkt an der Aussenfassade des Ateliers haben wir einen riesigen Hintergrund vom Hausdach herunter hängen lassen. Davor, auf dem Turm aus Plastikmüll und Strandgut verharrte Marvin, unser Vagabund, und ließ erstaunlich viel über sich ergehen.
So musste er nicht nur den aufwändigen Aufbau abwarten, sondern auch noch einen stinkigen Fisch an einer Angel still halten, wurde mit Kohle beschmiert und bekam in über 3m Höhe jede Windböe zu spüren. Nach wochenlangen Vorbereitungen, der Anfertigung des Turms, des riesigen Hintergrundes und dem Besorgen und Herrichten der Requisiten ging das Shooting an sich dann relativ schnell über die Bühne.
Die Backstage-Fotos wurden von Linus und Ben gemacht. Phil hat nicht nur fotografiert, sondern war auch der einzige der es sich getraut hat auf den Dächern der Basilika im Bremer Viertel zu wandern und den Möwen das Fliegen beizubringen.
Das fertige Foto gibt es hier zu bestaunen: Vagabund
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