SÜSS-SÄUSELNDER WIND

Süss-säuselnder Wind,
Du reisende Seele dieser Welt,
Du, der Du Luft und Leben vereinst, ja,
gar ein Blütenblatt zum Ballett belebst,
Du… bist… meins.

Einsam. wie ich bin – ganz ohne Dich,
was brauch ich schon zum Glücklichsein?
Berühre, begehre und verführe mich.
Ich… bin… Dein.

Oh, süss-säuselnder Wind, ja,
trag‘ mich über Klippen fort zum Meer
Ich war mir doch so sicher; im März auf dem Feldweg
Doch die Luft dort ist heut‘
schwer… und… leer.

Du stehst still und schaust fragend auf diese Welt
rührst dich nicht auf dem Feld aus dem Heu
Der Regen fällt und fällt und fällt
Und nur Tränen bleiben mir noch treu

Du… Wind. Oh weh!
Was hast‘ mir einst versprochen – und
jetzt trocknest Du die Tränen nicht?!
Du hast mein Herz im Sturm gebrochen
Einsam fall ich hinein
in mein eigen‘ Gewicht.

Oh, süss-säuselnder Wind!
Da bist Du wieder! Ich lausche Deinem guten Ton, ja,
ich fühle Dich ganz und gar!
Der letzte Atemzug hat uns verbunden
und war so seltsam wunderbar.